STOFF- UND GERÄTELAGER
STOFF- UND
GERÄTELAGER

Dieses zweietagige Haus ist eines der ältesten Gebäude auf dem Areal. Das Nebengebäude war das Pförtnerhäuschen des Betriebes. Haupt- und Nebengebäude haben nach 1999 bauliche bzw. strukturelle Veränderungen/Umbauten erfahren. Im Rahmen der baulichen Veränderungen sind im Erdgeschoss mehrere Räume in Eigenleistung der Projekte zu Proben- und Unterrichtsräumen für Musik und Tonstudios schallgeschützt umgebaut worden. Diese bilden das ‚Musikerviertel‘, die Projekte kooperieren bei Raumbelegung, Musikproduktion und Veranstaltungen durch gemeinsame Nutzung ihrer Ressourcen. Weiterhin befinden sich im Erdgeschoss die gastronomisch genutzten Einheiten, die derzeit, wie die ehemalige „Stenzer“-Halle (Veranstaltungshalle), momentan in Fremdbewirtschaftung sind. Die Fremdbewirtschaftung wird von der Hausgemeinschaft kritisch gesehen. Die Nutzer*innen sind nicht in die Hausgemeinschaft bzw. das Nutzungskonzept eingebunden.

Im Obergeschoss sind im westlichen Flügel im Wesentlichen drei große Räume für bewegungsintensive Darstellende Künste wie Akrobatik/Artistik, Tanz und Theater. Der ‚Flugraum‘ ist einer der wenigen Berliner Trainingsräume für Luftakrobatik. Hauptnutzer*innen sind der Vuesch e.V. (Verein zur Überwindung der Schwerkraft) sowie die Vuesch gGmbH mit dem Kinder- und Jugendprojekt „Zirkus Zack“.

Diese Institutionen haben einen offenen Charakter – mit Bildungs- und Freizeitangeboten für Anfänger*innen und Fortgeschrittene aller Altersgruppen, tagsüber für Kinder und Jugendliche, abends für Erwachsene. Sie sind sozialräumlich und bundesweit gut vernetzt, kooperieren mit Kitas, Schulen und Institutionen im Bezirk und gestalten internationale Austauschprogramme.

Einer der Bewegungsräume ist die Theaterlounge, der umgebaute Papier-/Stofflagerraum wird, wie Tempo-Raum (BWH) und Intelligenzraum (VWG), auch temporär vermietet.

Im östlichen Obergeschoss befinden sich vier Musikinstrumenten-Werkstätten. Hier werden verschiedenartige Trommeln, Schlagzeuge, Saiteninstrumente, Holzblasinstrumente und ihre Mundstücke, sowie diverses musikalisches Zubehör hergestellt und repariert. Das Spektrum reicht von mittelalterlichen Instrumenten bis hin zu patentierten Neuentwicklungen. Die Werkstätten bieten auch Unterstützung bei Selbstbau und -reparatur und sind speziell den Mieter*innen gelegentlich bei sonstigen technischen und handwerklichen Problemen behilflich.

Das Nebengebäude des SGL wird aktuell durch einen gemeinnützigen Verein für seine Bildungs- und Integrationsarbeit mit geflüchteten Jugendlichen genutzt.

„In einer Vielzahl von Räumen wird experimentiert, entdeckt, kreiert, gelernt, gelehrt und produziert. Ergebnisse werden in den Studios auf Bild- und Tonträgern festgehalten und bearbeitet. Werkstätten bauen Musikinstrumente und andere Utensilien für Künstler*innen und Artisten.“ Die Nutzungsarten sind eine gelungene Symbiose von Darstellender Kunst – Bewegung und Tanz – Musik und Klang. Die Bildungsangebote für alle Altersgruppen reichen vom Einzelmusikunterricht über gemeinsames Musizieren bis zum Erlernen vom Handwerk des Trommelbaus und der Zirkuskunst, wie Akrobatik, Artistik und Clownerie.

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